Fragen Lektion 2
Beim Durchlesen des Skriptes kamen mir einige Fragen, ich hoff, ich darf die hier stellen:
1. Fisch als Vit. D Quelle – bei den Vit. D Tropfen sagt man ja, man soll sie möglichst nicht an einem Tag geben – wäre es also auch sinnvoll Fisch an mehreren Tagen zu geben?
2. ÖL 3-6-9 – da im Fleisch ja schon einiges an Omega 6 enthalten ist – wäre dann nicht ein Öl mit Omega 3 ausreichend?
3. Man nimmt beim Kochen ja das Fleisch in berechneten rohen Zustand – ich hab da leider keine Erfahrungswerte aber Fleisch verliert ja doch einiges beim kochen – stimmt die Menge dann für den Hund trotzdem?
4. Wie berechne ich das Spurenelement Präparat? Da es ja mehrere Spurenelemente enthält kann ich es nicht wie Jod mit der Bedarfszahl rechnen. Oder nimmt man da immer die Herstellerangabe? – also zb. bei Pahema Spurenelemente plus wären es 1-2g pro Tag pro 10kg Körpergewicht?
5. Wie berechne ich das Vit. B Präparat da hier ja diverse Vit. B Arten enthalten sind – oder richte ich mich hier auch nach den Herstellerangaben? zb. Pahema bis 10kg ca. 0,75g pro Tag?
Vielen Dank schonmal für das Licht-ins-Dunkel bringen
LG
Barbara
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Vanessa
29. März 2021 um 20:33Vielen Dank für deine Fragen 🥰
Vitamin D wird im Körper gespeichert, daher kann man Fisch, Dorschlebertran oder Vitamin D-Tropfen an einem Tag in der Woche geben. Bei den Vitamin D-Tropfen muss man nur sehr auf die Dosierung achten und Produkte wählen, die 100 oder max 200 iE/Tropfen haben. Sonst kann man diese kaum richtig einsetzen.
Die Fettsäuren kommen immer gemeinsam vor, man kann also nicht eine alleine füttern. Was sich unterscheidet ist in welchem Verhältnis sie gemeinsam vor kommen. Daher ist es wichtig, Öle zu nehmen, in denen das Omega 3/6 Verhältnis gut ist.
Fleisch verliert beim Kochen nur Wasser. Dieses füttert man daher am besten mit. Die Menge wird aber etwas kleiner werden, da auch Wasser verdampft. Wieviel es verliert, hängt von der Qualität des Fleisches ab. Manche Produkte in Barf-Shops sind leider stark verwässert.
Bei Kombi-Produkten orientiert man sich daran, dass alle Elemente abgedeckt werden. Manches wird überdeckt sein, das ist aber weit von einer Überversorgung. Wenn das Produkt auch Jod enthält, muss man aufpassen.
Bei Vitamin B-Komplexen orientiere ich mich am B12, da das gespeichert wird. Alle anderen werden ausgeschieden. Zudem verliert man ja nicht alle B-Vitamine beim Kochen komplett, sondern nur einem gewissen Prozentsatz, wenn man schonend kocht.
Ich hoffe, ich konnte ein bisschen Licht ins Dunkle bringen 🥰
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Lisa Weis
29. März 2021 um 22:26Hallo Vanessa,
Ich hätte auch mal eine Frage (ich hoffe sie ist nicht zu blöd😅)Leya wird ja normalerweiße gebarft, wenn jetzt aber 2 mal die Woche für sie koche, kann ich dann anstelle vom Knochenmehl an den Barf Tagen mehr RFK füttern?
Als beispiel: sie bekommt 45 gramm RFK am Tag, wenn sie 2 Tage keine bekommt kann ich dann an 5 Tagen die Woche jeweils 63g füttern?
Danke schon mal🥰
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Vanessa
29. März 2021 um 23:08Hallo Lisa!
Man muss ja nicht jeden Tag alles füttern. Wenn sie mit den RFK aufgeteilt auf 5 Tage gut klar kommt, kann man das machen. Wenn die Innereien nicht nur im Koch-Futter sind, hast du auch kein großes Problem mit den B-Vitaminen.
LG Vanessa
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Tina Furch
5. April 2021 um 11:23Hallo Vanessa,
wir haben in der Nähe einen Biohof der auf Rind spezialisiert ist. Dort habe ich nach gefragt ob sie auch Rinderfett anbieten. Sie sind sehr bemüht können mir aber nur das Fett das auf den Nieren ist anbieten. Ist das okay ?
Danke 😊
LG Tina
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Vanessa
5. April 2021 um 17:28Kernfett (Nierenfett) kann man super verwenden. Wenn der Hund gesund ist, kann man das Fett auch erst nach dem Kochen ergänzen, um die hitzeempfindlichen Fettsäuren zu erhalten.
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Barbara Hundegger
6. April 2021 um 15:17Muss die Berechnungen nochmal aufgreifen und nimm dazu Tina´s Berechnung, da sie ihren Futterplan schon online gestellt hat:
0,23g Buchweizenkeim-Vitamin-B-Pulver
0,45g Pahema Spurenelemente sensitiv Zink, Mangan, Kupfer, MagnesiumWie komm ich auf diese Werte – irgendwie steh ich diesbezüglich ziemlich auf dem Schlauch?
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Vanessa
6. April 2021 um 16:02Hallo!
Bei den qualitativ hochwertigen Anbietern kann man sich meisens gut an die Herstellerangaben halten. Wenn man es genau durchrechnen bzw überschlagen möchte, muss man den Nährstoffbedarf des Hundes ermitteln.
Dazu gibt es für erwachsene Hunde z.B den NRC-Rechner
https://www.barf-kultur.de/nrc-rechner
Dann weiß man, wieviel der Hund am Tag braucht und kann dann die Nährwerte des Produktes dem gegenüberstellen. Das muss nicht auf die Kommastelle genau sein, aber sollte ungefähr passen. Wenn man bei den Spurenelementen und B-Vtaminen etwas drüber liegt, ist das kein großes Problem. -
Vanessa
10. April 2021 um 10:47Hallo Barbara!
Bei den guten Herstellern kann man sich an den Herstellerangaben orientieren.
Wenn man es ganz genau berechnen will, erhebt man erst den NRC-Tagesbedarf des Hundes. Dazu gibt es Rechner.
https://www.barf-kultur.de/nrc-rechner
Dann schaut man sich die Inhaltstoffe beim Vitamin B-Komplex an bzw der Ergänzung für die Spurenelemente und kann das dann genauer berechnen.
Es ist dabei kein Problem,wenn manche Werte überdeckt sind,denn das was nicht gebraucht wird, wird größtenteils wieder ausgeschieden.
LG Vanessa
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Barbara Hundegger
6. April 2021 um 18:48Hab mir das jetzt mal zb für das Pahema Produkt Vitamin B Komplex bei meiner Hündin angesehen.
Ausgehen davon, dass sie 7kg hat hab ich die Werte vom NRC Rechner geholt und mit den Werten vom Produkt verglichen (bei Gabe von Herstellerinfo 0,75g pro Tag)
Ich liege bei allen Werte über dem NRC Bedarf – teilweise sogar mehr als das Doppelte wo ich mir die Frage stelle, wieviel ist “gut” vorallem, da du gemeint hast, es würden beim Kochen ja nicht alle Vit. B zerstört – somit käme dann eine doppele Überversorgung dazu wo ich doch eigentlich durch das Kochen ein Idealverhältnis herstellen will.
Kannst Du gute, bedarfsorientierte Produkte empfehlen?
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Barbara Hundegger modifiziert vor 4 Jahre, 4 Monate.
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Vanessa
10. April 2021 um 13:45Hallo!
Eine doppelte Überversorgung ist überhaupt kein Problem, meistens liegt man manchmal sogar auch darüber.
Bei den B-Vitaminen wird nur Vitamin B-12 im Körper gespeichert, daher kann man da schauen, wo man liegt. Eine B12 Überversorgung schafft man aber im Normalfall über die Fütterung nicht, da der Körper die Aufnahme bei Bedarf über den Intrinsic Factor reguliert. Überversorgungsprobleme bei Vitamin B 12 gibt es nur, wenn es unbesonnen gespritzt wird, da so die natürliche Aufnahme übergangen wird.
Die Bedarfswerte wie auch die Nährwerte sind ja wissenschaftlich erhobene Zahlen. Man weiß aber tatsächlich nicht, wie der tatsächliche Bedarf des eigenen Hundes ist. Denn nicht jeder 15kg Hund hat denselben Bedarf. Das unterscheidet sich ja nach Alter, Aktivität,….
Die Bedarfswerte sind daher ein Anhaltspunkt an dem man sich orientiert. Man liegt aber meistens um einen Faktor 2-3 drüber und das ist unproblematisch. Für Vitamin A und D gibt es ein sicheres Maximum, das man aber auch kaum erreicht, wenn man normal füttert.
Das ist keine exakte Wissenschaft, sondern die Werte dienen als Anhaltspunkt damit der Bedarf sicher gedeckt ist. Wenn man Fertigfutter durchrechnet sieht man, dass manche Werte um 400% und mehr überdeckt sind, da es einfach passen muss, egal ob der Hund 200, 400 oder 600g am Tag frisst. Man hat da also einen großen Spielraum.
Wenn man Produkte aber mit dem NRC Rechner gegen rechnet und du auf eine Tagesmenge von z.Bnur 0.4g am Tag kommst für den Vitamin B-Komplex dann würde das verwenden,denn du hast es ja dann genau berechnet. Es ist aber auch nicht kritisch etwas mehr zu geben, da auch die Hersteller auf der sicheren Seite sein wollen und mit etwas mehr kalkulieren.
Beim Jod muss man eben genauer sein, da auch das gespeichert wird und eine Über-oder Unterversorgung rasch Probleme macht.
Der Post ist schon recht lang und ich bekomme nicht immer gleich eine Information das es einen neuen Post gibt.
Eventuell wäre es einfacher, wenn jede Teilnehmerin einen eigenen Post macht, da das z.T recht unübersichtlich wird, wenn der Thread zu lang wird. Tut mir leid, das der eine Beitrag dazwischen untergegangen ist.
Ich werde einen Thread mit Q&A machen, wo man nochmal dezidierte Fragen reinstellen kann.
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Diese Antwort wurde von
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Barbara Hundegger
10. April 2021 um 11:09Hallo Vanessa,
find es schade, dass du offenbar meinen Beitrag gar nicht gelesen hast, denn ich hab mir natürlihc deinen Tipp zu Herzen genommen und den NRC Bedarf für meine Hündin erhoben – wie auch in meinem Beitrag schon geschrieben.
Die Frage ist ja wieviel Überversorgung ist für den Hund ok bzw. wieviel macht Sinn, denn auch wenn alles ausgeschieden wird was nicht gebraucht wird hat der Körper somit dann doch mehr Arbeit damit – also wird belastet obwohl ich doch eigentlich nur bedarfsorientiert füttern möchte.
Tut mir leid aber ich blick bei dem Thema überhaupt nicht durch und die Antworten helfen mir leider auch nicht weiter um Sicherheit zu kriegen wie ich es umsetzen kann.
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