Ute

12. April 2021 um 11:46

Hey Isa,

in solchen Fällen macht man das, was eben möglich ist. Das ist natürlich nicht immer etwas, was Bedarfswerten entspricht, klar.
Aber man hat in solchen Situationen ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder man stresst sich und die Katze, indem man die ganze Zeit im Kopf hat “Oh je, die Bedarfsabdeckung” und mit x Methoden probiert, irgendwelche Suppis in die Katze zu bekommen. Was meistens entweder gar nicht klappt bzw. nicht in ausreichender Menge. Oder aber, man versucht, mit dem zu leben, was möglich und machbar ist, auch wenn es nicht ideal ist.

Denn Du beschreibst eine Katze, die sehr viele Baustellen hat – es ist gut, dass mit der Vorgeschichte überhaupt kleine Schritte möglich sind! Sieh es als Langzeit-Projekt. Das, was jetzt möglich ist, so lassen. Das, was nicht möglich ist, einfach weg lassen, denn das erzeugt nur zusätzlichen Stress und gfls Ablehnung. Und dann immer mal wieder einen neuen Zusatz versuchen, wenn Du der Meinung bist, dass es klappen könnte. Da muss man sich aufs Bauchgefühl verlassen, niemand kennt Deine Katze so gut wie Du.

Der beschriebene Zusatz ist nicht ideal, die Jodgehalte sind nicht beziffert, Moringa bringt Katzen wirklich nichts. Torf beinhaltet Huminsäuren (Kotfestigung, gfls zur Optimierung der Darmflora). Aber die Alternative wäre ja offenbar, alles wegzulassen und damit wirklich in den defizitären Bereich abzugleiten.

Blutpulver nutzt man vor allem, wenn wirklich nur helle Fleischsorten und wenig Innereien gefüttert werden können. Aber die Akzeptanz ist sehr schlecht, das muss man dazu sagen. Da wäre Blut dann vermutlich die bessere Alternative.