28. September 2020 um 21:43

Chemotherapie und Biopsie

Hallo Vanessa,

zu diesen Themen hört man auch unterschiedliche Aussagen.

Auf der einen Seite wird natürlich eine Biopsie empfohlen, um zu wissen, um welche Tumor- bzw. Krebsart es sich handelt. Auf der anderen Seite wird gesagt, wenn man eine Biopsie macht und in das Gewebe rein sticht, kann es auch passieren, dass es zum Ausbruch kommt.

Bei der Chemo hat man auch unterschiedliche Aussagen. Auf der einen Seite sagt man, Hunde stecken es sehr gut weg und auf der anderen sagt man, dass auch ein Hund unter der Chemo leidet.

Kannst Du dazu etwas sagen?

LG Claudia

  • Vanessa

    14. Oktober 2020 um 16:21

    Hallo Claudia!

    2013 hatte ein Ärzteteam bei Menschen bereits gezeigt, dass Krebspatienten nicht öfter einen Rückfall nach der Therapie erleiden, wenn bei ihnen eine Gewebeprobe entnommen wurde. Auch für andere Krebsformen gilt dieser Befund, weder Rückfälle noch Metastasen kommen nach einer Biopsie häufiger vor. Und die Prognose verbessert sich sogar.

    Schließlich liefert die Untersuchung genauer Aufschluss über die Art, den Schweregrad und andere Charakteristika des Tumors. Davon hängt ab, ob besser operiert, chemotherapiert oder bestrahlt werden sollte. Das ist leider noch immer so im Umlauf bzw hängt es natürlich auch vom Können des Tierarztes ab, der die Biopsie entnimmt.

    Bei Chemotherapien beim Hund setzt man die Dosierung im Normalfall niedriger an, da es weniger um Heilung als um Lebensqualität geht. Natürlich gibt es aber natürlich Hunde, die dann doch gar nicht so gut damit zurecht kommen.

    LG Vanessa

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