10. April 2021 um 19:17

Supplementierung bei (notgedrungener)suboptimaler Ernährungsweise?

Hallo Ute,
eine meiner Katzen ist eine extrem schlechte,mäkelige Fresserin.Unglücklicher Weise hat sie auch eine geringe Stresstoleranz.Sie zu ernähren,ist ein täglicher Tanz auf dem Vulkan.
Am liebsten nimmt sie Trofu,was ich,wenn auch hochwertig,zu vermeiden versuche,so gut es geht.Leider komme ich aus verhaltenstherapeutischen Gründen nicht ganz darum herum.Neben dem Trofu toleriert sie am ehesten hochwertige Ergänzungsfuttermittel mit Huhn/Thunfisch in Brühe oder mal ein Streifchen rohes Huhn.Seltener hochwertige Komplettfuttermittel.Gefühlt ist ihre Ernährung für uns beide nicht nur stressend,sondern leider auch nicht bedarfsdeckend.Wie ich aus einigen Beiträgen entnommen habe,verneinst Du verständlicher Weise die Sinnhaftigkeit von Kräuermischungen.Wie kann ich bei ihr Mangelerscheinungen vorbeugen?Grundsätzlich lehnt sie Supplemente rigeros ab.Wir konnten uns aber auf eine Methode einigen,die es erlaubt,ihr kurweise Produkte zu supplementieren.So bekommt sie dann Taurin u kurweise zB Kolostrum ,Bierhefe oder Ergänzungsmittel namenhafter Hersteller(ich hatte sie in meinem 1.Beitrag erwähnt),die für diesen Zweck ausgelegt sind.Laut Hersteller,kann ich auf diese Weise verfahren,um Mangelzuständen vorzubeugen,solange ich mich an die Dosierungsanweisungen halte.Die Produkte enthalten u.a. Moringa,deren Sinnhaftigkeit man bei der Katze ja hinterfragen kann,Seealge(Hilfe,Jod),Torf(tut das Not?) etc…Topinambur,Kollagen,….Wie würdest Du bei solch einem Tier verfahren oder was würdest Du empfehlen?Sie ist ein psychisch krankes ,schlecht sozialisiertes Kätzchen u ich bin froh,daß ich mit ihrer Ernährungsweise überhaupt schon an diesem Punkt stehe(nach 4 Jahren).Es gibt immer wieder viele Rückschläge u von dem Ziel bedarfs-/u artgerechte Fütterung sind wir noch Lichtjahre entfernt.Besonders da Veränderungen an ihrer Fütterung ihre Verhaltensstörungen oftmals wieder potenzieren u ich wieder Schritte zurückgehen muß.Erschwerend kommt hinzu ,daß sie in einem MKH lebt u auch nur frisst,wenn Stimmung,Situation,Ritual u Futtermittel passt.Die Rituale sind wegen ihrer Angstneurose etabliert worden.Ich muß nutzen ,was irgend geht,damit sie weder in ein zu großes kalorisches noch nährstoffphysiologisches Defizit fällt.

  • Isa Fricke

    10. April 2021 um 19:19

    Ab wann würdest Du darüber nachdenken,Blutpulver zu supplementieren?
    Wenn die Katze eher helle Fleischsorten u weder Milz noch Herz frisst?

  • Ute

    12. April 2021 um 11:46

    Hey Isa,

    in solchen Fällen macht man das, was eben möglich ist. Das ist natürlich nicht immer etwas, was Bedarfswerten entspricht, klar.
    Aber man hat in solchen Situationen ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder man stresst sich und die Katze, indem man die ganze Zeit im Kopf hat “Oh je, die Bedarfsabdeckung” und mit x Methoden probiert, irgendwelche Suppis in die Katze zu bekommen. Was meistens entweder gar nicht klappt bzw. nicht in ausreichender Menge. Oder aber, man versucht, mit dem zu leben, was möglich und machbar ist, auch wenn es nicht ideal ist.

    Denn Du beschreibst eine Katze, die sehr viele Baustellen hat – es ist gut, dass mit der Vorgeschichte überhaupt kleine Schritte möglich sind! Sieh es als Langzeit-Projekt. Das, was jetzt möglich ist, so lassen. Das, was nicht möglich ist, einfach weg lassen, denn das erzeugt nur zusätzlichen Stress und gfls Ablehnung. Und dann immer mal wieder einen neuen Zusatz versuchen, wenn Du der Meinung bist, dass es klappen könnte. Da muss man sich aufs Bauchgefühl verlassen, niemand kennt Deine Katze so gut wie Du.

    Der beschriebene Zusatz ist nicht ideal, die Jodgehalte sind nicht beziffert, Moringa bringt Katzen wirklich nichts. Torf beinhaltet Huminsäuren (Kotfestigung, gfls zur Optimierung der Darmflora). Aber die Alternative wäre ja offenbar, alles wegzulassen und damit wirklich in den defizitären Bereich abzugleiten.

    Blutpulver nutzt man vor allem, wenn wirklich nur helle Fleischsorten und wenig Innereien gefüttert werden können. Aber die Akzeptanz ist sehr schlecht, das muss man dazu sagen. Da wäre Blut dann vermutlich die bessere Alternative.

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